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Stummorgeln und Malerei

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Stummorgel in Schauren


Stummorgel in Sulzbach

Wie nahe Kunst und Handwerk beieinander liegen, demonstrieren z.B. die Kirchen von Hottenbach, Krummenau, Schauren, und Stipshausen. Besonders die drei letzteren Gotteshäuser gehören aufgrund ihrer vollständig erhaltenen barocken Ausmalungen zu den kunsthistorisch hochrangigsten Objekten Hunsrücker Sakralkunst. Fast alle Kirchen sind mit Instrumenten der berühmten Orgelbauerfamilie Stumm aus Sulzbach ausgestattet.

Der berühmte Orgelbauer Johann-Michael STUMM wurde im Jahr 1683 geboren und war zunächst Goldschmied. In dem kleinen Hunsrückdorf Sulzbach – 4 km von Rhaunen entfernt – begann er um 1715 mit dem Orgelbau. Das war der Beginn einer über sechs Generationen reichenden, meisterhaften Orgelbautradition, die mehr als 350 Orgeln hervorbrachte, von denen noch der größte Teil erhalten ist.

Hierzu zählen u.a. die wohl berühmteste STUMM-Orgel in Amorbach/Odenwald, die ehemalige Orgel in der Ludwigkirche/Saarbrücken, die „Mozart-Orgel“ in Kirchheim-Bolanden, aber auch viele kleine Orgeln, die von Orgelkennern nicht weniger geschätzt werden.


Die älteste noch erhaltene STUMM-Orgel in Rhaunen wurde im Jahr 1723 von Johann-Michael STUMM gebaut und 1978 nach streng historischen Gesichtspunkten restauriert. Im Jahr 1746 – ein Jahr vor seinem Tod – baute Johann-Michael STUMM seine letzte Orgel und machte sie, wie die Inschrift auf der Orgel vermuten lässt, seiner Heimatgemeinde Sulzbach zum Geschenk. Auch diese Orgel wurde 1981 vorbildlich restauriert. Mit diesen beiden Orgeln verfügt die Kirchengemeinde Rhaunen/Sulzbach über zwei der kostbarsten historischen Instrumente im Vereich der Rheinischen Landeskirche und kann hierauf und auf die für andere historische Orgeln richtungsweisenden Restaurierungen mit Recht stolz sein.


ev. Pfarrkirche in Stipshausen                                                      

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